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Ältere Menschen als Radfahrer

Rad fahren ist gesund, denn man fährt an der frischen Luft und hält sich fit. Aber Rad fahren in der Verkehrswirklichkeit bedeutet gerade für ältere Menschen ein hohes Risiko. Deshalb muss man sich der besonderen Gefahren bewusst sein und sein Fahrverhalten darauf hin ausrichten.

 

Das Fahrrad

Für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist ein betriebssicheres und verkehrssicheres Fahrrad zwingend vorgeschrieben. Fahrräder sind nach der Straßenverkehrsordnung Verkehrsmittel und müssen bei der Benutzung auf öffentlichen Straßen vorschriftsmäßig ausgerüstet sein.

 

- betriebssicher

Zu einem betriebssicheren Fahrrad gehören folgende Aspekte:

- Die Kette muss von einem geschlossenen Kettenschutz umgeben sein.

- Das Fahrrad hat eine breite Bereifung mit ausreichend Profil.

- Es befinden sich eine Polsterung am Lenker und ein Prallschutz an den Enden der Lenkergriffe.

- Die Bremsen funktionieren gut und sind einstellbar.

- Das Fahrrad ist kein Packesel! Werden für die längere Tour Packtaschen angebracht, dann sollten beide Seiten ungefähr das gleiche Gewicht haben.

 

- verkehrssicher

Zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehören:

- Es hat einen nach vorn wirkenden, Dynamo betriebenen Scheinwerfer mit weißem Licht.

- An ihm befindet sich ein weißer Frontrückstrahler.

- Der Lenker ist mir einer Klingel ausgerüstet.

- Das Fahrrad hat zwei voneinander unabhängige Bremsen (z. B. Rücktritt- und     Felgenbremsen)

- Je zwei gelbe Speichenrückstrahler oder Leuchtstreifen befinden sich an Vorder- und Hinterrad.

- An beiden Seiten der Pedale sind gelbe Rückstrahler angebracht.

- Außerdem befinden sich ein roter Rückstrahler, eine rote, Dynamo betriebene Schlussleuchte sowie ein roter Großflächenrückstrahler am Fahrrad.

Lampen, die mit Batterien oder mit Akkus betrieben werden, dürfen nicht als Ersatz für die Dynamo betriebenen Lampen genutzt werden; sie sind nur als Zusatzausstattung geeignet und erlaubt.

 

Und um die technische Sicherheit des Fahrrades immer zu gewährleisten, sollte das Fahrrad von Zeit zu Zeit zu einer Inspektion zum Fahrradhändler gebracht werden.

 

Das seniorengerechte Fahrrad

Zu empfehlen sind Fahrräder mit einem tiefen Einstieg, mit einer Federung an der Vorderradgabel und der Sattelstütze sowie einer Nabenschaltung. Seniorenfahrräder sind komfortabler und erleichtern das beschwerliche Auf- und Absteigen. Ein Elektrofahrrad mit Pedalunterstützung, also mit einem Nabenmotor, sorgt für noch mehr Freude und Spaß beim Rad fahren.

 

Der Fahrradhelm

Fahrradhelme mindern Kopfverletzungen, sie beweisen Vernunft und unterstreichen ein Vorbildverhalten. Eine Helmpflicht besteht in Deutschland nicht; dennoch sollte jeder einen Helm tragen. Dieser vermeidet zwar keine Unfälle, verringert aber in vielen Fällen die Folgen. Radfahrer erleiden bei schweren Unfällen häufig auch Verletzungen des Kopfes. Mit einem Fahrradhelm lässt sich etwa die Hälfte aller Schädelverletzungen vermeiden oder zumindest mildern. Passgenauigkeit, richtiger Sitz, Farbe und Design fördern die Bereitschaft, einen Helm zu tragen. Ein aufgesetzter Helm darf nicht wackeln, nicht in die Stirn, zur Seite oder in den Nacken rutschen. Bei der Wahl des Helms muss auf Festigkeit und individuelle Einstellmöglichkeit geachtet werden. Auch wenn andere den Helm als „überflüssig“ bezeichnen, sollte immer ein „Schutzhelm“ getragen werden. Dies gilt nicht – wie möglicherweise unterstellt – nur für Kinder.

 

Streckenplanung

Wenn möglich, sollte nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten gefahren werden. Strecken mit Radwegen und weniger stark befahrene Straßen sollten bei der Planung gezielt ausgesucht werden.

 

Kleidung

Wie schon mehrfach angesprochen, kann es auch für den Radfahrer lebenswichtig sein, immer rechtzeitig gesehen zu werden. Nicht nur bei Dunkelheit, sondern auch bei Nebel, starkem Regen oder Schneefall ist helle, kontrastreiche, farbenfrohe und reflektierende Kleidung sehr nützlich. Zusätzlich sollte die Kleidung des Radfahrers bequem und praktisch sein und vor Witterungseinflüssen schützen.

 

Radwegbenutzung

Der Radweg oder andere für Radfahrer besonders ausgewiesene Verkehrsflächen sind ein Schutzraum, der immer genutzt werden sollte. Gerade ältere Menschen bekommen auf solchen Wegen ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit.

 

Linksabbiegen

An Kreuzungen und Einmündungen sollten die angebotenen Verkehrsführungen angenommen werden. Abzusteigen und das Fahrrad über die Fahrbahn zu schieben, ist an manchen Stellen oft die sicherste Art, nach links abzubiegen.

 

Kleine Umwege

Kleine Umwege sollten ruhig in Kauf genommen werden, um nicht unbedingt auf einer Hauptstraße fahren zu müssen.

 

Projekte

Die Verkehrssicherheitsberater veranstalten gemeinsame Fahrradtouren mit Senioren, Senioreneinrichtungen oder bindungsfreien Seniorengruppen. Bei diesen Ausflügen können Unfallbrennpunkte angesteuert werden, sodass vor Ort Erklärungen besprochen und Lösungen angeboten werden können.

Wenn die Polizei eine solche Veranstaltung durchführt, dann besteht natürlich für alle Tourteilnehmer eine „Helmpflicht“!                                                                                                 

 
Horst Wolf
horst.wolf@wolf-horst.de