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Kinder als Radfahrer im Elementarbereich[1]

Kinder als Radfahrer im Kindergarten! Radfahrtraining im Kindergarten! Ist das denn eine Aufgabe der Polizei? Bedürfnisse müssen hier nicht geweckt werden! Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass neben dem Fußgängertraining im Kindergarten auch das Radfahrtraining ein besonders wichtiges Thema ist, wobei einige Eltern den Entwicklungsstand ihrer Kinder sehr überschätzen. Das Fahrrad ist heute neben den Kraftfahrzeugen das zweitwichtigste Fortbewegungsmittel. Im Gegensatz zu Letzterem wird es allerdings auch schon von Kindern benutzt. Das Fahren mit dem Fahrrad dient gerade ihnen nicht nur dazu, rasch und bequem von einem Ort zum anderen zu kommen, auch das Fahren selbst macht Spaß. Mit dem Fahrrad lässt sich der natürliche Bewegungsdrang, den jeder Mensch hat, bestens befriedigen. Bei der Zielgruppe für die folgenden Ausführungen, beschränke ich mich aber auf die "Vorschulkinder" oder die "Schulanfänger" des Kindergartens, bei denen das Fahrrad noch als Spielgerät angesehen wird.

Kinder fangen häufig schon im Alter von drei bis vier Jahren an, sich für das Fahrradfahren zu interessieren. Wenn sie dann selbst im Besitz eines solchen sind, erlernen sie schnell den Umgang mit seinen vielen Funktionen. Doch allein die Fähigkeit, mit dem Zweirad umzugehen, lässt noch nicht den Schluss zu, dass sich Kinder, die das Radfahren gerade erst erlernt haben, auch bereits selbstständig im Straßenverkehr bewegen können. Es reicht eben nicht aus, die technischen Fertigkeiten zu besitzen, ein Fahrrad ohne Hilfsmittel gefahrlos vorwärts zu bewegen und auch wieder stoppen zu können; und auch das Wissen um bestimmte Regeln ist noch lange kein Garant dafür, sich wirklich sicher im Kreise anderer, oft motorisierter Verkehrsteilnehmer behaupten zu können.

Erst die Übung – im Schonraum sowie in der Verkehrswirklichkeit – führt zu der Sicherheit, die die jüngsten Teilnehmer am Straßenverkehr brauchen, damit die Gefahren, die mit diesem verbunden sind, soweit wie möglich reduziert werden können. Dazu kann die Verkehrssicherheitsberatung – wie im Folgenden beschrieben – einiges im Rahmen ihrer Aktivitäten beitragen.

Eine gute Alternative zum Fahrrad sind im Übrigen der Roller oder das Laufrad. Beide sind die geeigneten Fortbewegungsmittel für Zwei- bis Vierjährige.

Wurde mit ihnen ausgiebig geübt, dann ist der Übergang zum Kinderrad normalerweise ein Kinderspiel. Erfahrungsgemäß ist je nach individueller Entwicklung das Alter von fünf bis sechs Jahren das richtige Einstiegsalter.

 

Verkehrsunfälle mit Kindern

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 111 Kinder unter 15 Jahren getötet und 33.772 verletzt [2] . Die Zahlen der Fahrradunfälle von Kindern sind in den amtlichen Statistiken nach meiner Meinung nicht aussagekräftig genug. Da die meisten Unfälle nicht angezeigt werden, erscheinen sie in keiner Statistik, und  nur die Ärzte erfahren von ihnen, wenn sie die dabei entstandenen Verletzungen behandeln.

Die meisten Unfälle geschehen nicht auf der Fahrbahn oder dem Radweg, sondern auf  Gehwegen, Höfen oder auf privaten Grundstücken. Nach Angaben der Ärzte kommen ca. 70% der Fünf- bis Sechsjährigen nach einem Fahrradsturz zur Behandlung. Die Ursache dieser Stürze liegt darin begründet, dass die sensormotorischen Fähigkeiten, angefangen vom Gleichgewichtssinn bis hin zu den richtigen Blicktechniken, in dieser Altersgruppe noch nicht genügend entwickelt sind.

 

Typische Unfallsituationen:

- Kinder fahren auf dem linken Radweg.

- Die Tür eines haltenden oder parkenden Autos wird plötzlich von innen geöffnet.

- Die Kinder geraten mit ihrem Fahrrad plötzlich auf die Fahrbahn.

- Autofahrer achten nicht auf Rad fahrende Kinder.

- Rad fahrende Kinder missachten die Vorfahrt Anderer.

 

Aber kann ein Rad fahrendes Kind bis zu acht Jahren beispielsweise erkennen, wer Vorfahrt hat? Nein, denn dazu ist ein Kind in diesem Alter noch nicht in der Lage.

 

Informationen für die Eltern

Eltern müssen darüber unterrichtet werde, dass Kinder sind im Straßenverkehr höher gefährdet als Erwachsene, weil sie

- den Anforderungen des Straßenverkehrs nicht gewachsen sind.

- die Welt des Straßenverkehrs anders erleben.

- spontan und unberechenbar reagieren und handeln.

- vom Spieltrieb geleitet häufig unaufmerksam sein können.

- Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht immer richtig einschätzen.

- ein anderes und meist unterentwickeltes Gefahrenbewusstsein besitzen.

 

Informationen für die Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten

Eine Erfolg versprechende Präventionsarbeit beginnt im Kindergarten und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Kindergarten und Elternhaus. Sie alle müssen als Kooperationspartner und Multiplikatoren gewonnen werden und das Verkehrssicherheits-/Verkehrserziehungsprogramm der Polizei kennen.

Gerade das Kindergartenpersonal muss in diesem Zusammenhang dafür sensibilisiert werden, dass seinem Mitwirken eine besondere Bedeutung zukommt und es daher unerlässlich ist. Die Mitarbeit erfolgt in Form einer entsprechenden Vorbereitung, der anschließenden Mitarbeit am Veranstaltungstag und einer Nachbereitung. Dabei muss den Erzieherinnen und Erziehern auch vermittelt werden, dass bei jeder Art von Verkehrserziehung nicht grundsätzlich ein Polizeibeamter anwesend sein muss.

 

Der Roller

Erst wenn ein Kind, auf einem Bein stehend, für ca. eine Minute das Gleichgewicht halten kann, ist es sinnvoll, es an das Rollerfahren heranzuführen. Das Gleichgewichtsgefühl, eine der wichtigsten Fähigkeiten für das Fahrradfahren, wird trainiert, Der Roller ist schon lange ein beliebtes Spielzeug und Verkehrsmittel für Kinder und selbst für Erwachsene. Mobilität beginnt mit dem Rollerfahren und ist für die Kinder ein besonderes Erlebnis.

 

Das Laufrad

Um das Balancieren zu erlernen, eignen sich auch sogenannte Laufräder hervorragend. Bei einem solchen Gerät sitzt das Kind im Grunde auf einem Fahrrad ohne Pedale. Alternativ können auch die Pedale vom Fahrrad abgeschraubt werden. Laufräder mit einer Bremse sind sinnvoll, da das Bremsen beim späteren Fahrradfahren so oder so erlernt werden muss. Der Sitz des Laufrades muss so eingestellt werden, dass das Kind, wenn es darauf sitzt, mit beiden Füßen den Boden berühren kann.

 

Das Fahrrad

Erst nach dem Roller oder dem Laufrad sollte das Fahrrad auf dem Wunschzettel der Kinder stehen. Radfahren ist eine komplexe Angelegenheit. Es erfordert die Koordination von Lenken, Beschleunigen, Treten, Bremsen und die Einbeziehung der Umgebung. Ist man aber bereits Roller und/oder Laufrad gefahren, dann ist das Umsteigen auf das erste Kinderrad meist ein Kinderspiel.

Das Fahrrad sollte folgendermaßen beschaffen sein:

 - Körper-/Kindgerecht

Kein Fahrrad sollte auf Zuwachs gekauft werden. Wenn Kind und Fahrrad nicht zueinander passen, bedeutet dies zum einen ein bedenkliches Sicherheitsrisiko und zum anderen ein Hindernis für den Spaß am Rad fahren. Zu große Räder sind zu schwer und zu unhandlich. Das Fahrrad muss richtig eingestellt werden; so müssen z. B. für eine kindgemäße Sitzposition Sattel, Lenker und Bedienelemente ergonomisch richtig positioniert werden. Der Fahrradhändler ist hier der beste Ansprechpartner, denn wenn der Polizeibeamte beim Radfahrtraining auf die Mängel hinweist, ist es in der Regel bereits zu spät. Aber Achtung bei Schnäppchenpreisen, denn nicht selten werden völlig ungeeignete Billigbauteile von Rädern für Erwachsene montiert!

Zu beachten ist also immer:

- Der Rahmen muss sich nach der Größe des Kindes richten.

- Ein niedriger Rahmen-Durchstieg für sicheres Auf-/Absteigen muss gewährleistet sein.

- Der ganze Fuß soll den Boden berühren, wenn das Kind auf dem Sattel sitzt.

- Das Fahrrad muss so eingestellt werden, dass eine entspannte, aufrechte Sitzhaltung eingenommen werden kann.

- Die Lenkerhöhe sollte deutlich über das Sattelniveau hinaus eingestellt werden.

- Ein in der Höhe und Neigung verstellbarer Lenker soll vorhanden sein.

- Wichtig ist ein in der Höhe und Neigung verstellbarer Sattel.

- Die Bremshebel müssen für Kinderhände geschaffen worden sein und über einen Verstellmechanismus für die Reichweite des Hebels verfügen.

- Das Fahrrad sollte eine kindgerechte Schaltung, eine Nabenschaltung und keine Kettenschaltung besitzen.

- Die Lenkerbreite muss maximal zehn Zentimeter breiter als die Schulterbreite sein.

- Auf jeden Fall solle eine Rücktrittbremse vorhanden sein.

 

- Betriebssicher

Zu einem betriebssicheren Fahrrad gehören folgende Punkte:

- Die Kette muss von einem geschlossenen Kettenschutz umgeben sein.

- Breite Bereifung mit Profil ist auf jeden Fall empfehlenswert.

- Als Prallschutz sollte eine Polsterung am Lenker und an den Enden der Lenkergriffe vorhanden sein.

- Gut funktionierende und einstellbare Bremsen sind unerlässlich.

 

- Verkehrssicher

Ein verkehrssicheres Fahrrad weist folgende Gegenstände auf:

- einen nach vorne wirkenden, Dynamo betriebenen Scheinwerfer mit weißem Licht

- einen weißen Frontrückstrahler

- eine Klingel am Lenker,

- zwei voneinander unabhängige Bremsen (z. B. Rücktritt- und Felgenbremsen),

- je zwei gelbe Speichenrückstrahler an Vorder- und Hinterrad oder Leuchtstreifen an den Reifen,

- gelbe Rückstrahler an beiden Seiten der Pedale,

- einen roter Rückstrahler,

- eine rote, Dynamo betriebene Schlussleuchte,

- einen roten Großflächenrückstrahler.

Lampen, die mit Batterien oder mit Akkus betrieben werden, dürfen nicht als Ersatz für die mit Dynamo betriebenen Lampen genutzt werden; sie sind nur als Zusatzausstattung geeignet und erlaubt.

 

Stützräder

Auf keinen Fall sollten Kinder auf einem Rad mit Stützrädern üben, weil sie so nicht lernen, ihr Gleichgewicht zu koordinieren. Gerade diese Fähigkeit aber ist eine Voraussetzung, um Rad fahren zu können. Die Tatsache, beim Radfahrtraining mitmachen zu können und sich so dem "Gruppenzwang" zu beugen, sollte keineswegs ein Grund sein, Stützräder zu montieren. Sie bieten nur trügerische Sicherheit, und deshalb ist es besser, im Vorfeld etwas länger zu üben. Kinder die mit Stützrädern fahren, stürzten in Kurven oder auch im Stand auffallend oft. Schon das Anfahren ist problematisch, wenn das Hinterrad keinen Bodenkontakt mehr hat und durchdreht. Stützräder können also getrost beim Händler bleiben, und dafür kann ein Seitenständer montiert werden.

 

Fahrpraktische Übungen im Schonraum

Das Radfahren bedeutet eine Anforderung im Bereich der Motorik. Es ist eine Tätigkeit, die Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer erfordert.

Die ersten Übungsfahrten auf dem Fahrrad sollten immer unter Aufsicht der Eltern im Schonraum stattfinden. Das Gelände des Kindergartens, der Schulhof und andere verkehrsfreie Flächen sind ideale Übungsplätze.

In diesem Zusammenhang werden die folgenden Übungs-Bausteine bearbeitet:

 

Schieben

Das Fahrrad soll zuerst geschoben und dabei wird die Handbremse gezogen werden; so erkennt das Kind, dass man das Rad auf diese Weise zum Stehen bringen kann.

 

Aufsteigen und Anfahren

Das Anfahren ist für viele Kinder das Schwierigste. Es fällt leichter, wenn das Kind bereits auf dem Sattel sitzt und sollte dann nur durch ein kurzes Anschieben erfolgen. Die Rollphasen werden dann immer länger und das Pedalieren kommt anschließend beinahe wie von selbst. Wenn das Kind bei den Übungen zu stürzen droht, greift man grundsätzlich nach ihm und nicht nach dem Fahrrad.

 

Lenken

Nach dem Geradeausfahren können große und kleine Bögen sowie Kreise gefahren werden. So wird die Fähigkeit trainiert, Hindernissen ausweichen zu können. Richtungsänderungen sollten angezeigt und nicht unbedingt nur mit den Ansagen „rechts herum“ oder „links herum“ vorgegeben werden.

 

Fallübungen

Die mit Sand gefüllte Sprunggrube auf dem Schulhof oder eine Tartanfläche eignen sich für eine "Fallübung" aus dem Stand. Hier muss Hilfestellung gegeben werden und der Hinweis, dass eine Radfahrerkarriere meisten mit einem Sturz beginnt.

 

Blick nach vorn

Um besser das Gleichgewicht halten zu können, sollte der Blick immer in Fahrtrichtung weisen. Dadurch ist eine optimale Sitzhaltung garantiert, und das Kind schärft seinen Gleichgewichtssinn. Während der Fahrübungen sollten keine Korrekturen erfolgen, sondern nur die Aufforderung, weiter in die Pedalen zu treten. In eine von der Fahrtrichtung abweichende Richtung zu blicken beherrschen Kinder erst mit ca. neun Jahren.

 

Bremsen

Um in Gefahrensituationen richtig reagieren zu können, muss das Kind in jeder Fahrsituation sicher und kontrolliert bremsen können. Das Bremsen mit der Hinterradbremse, der Vorderradbremse und mit beiden Bremsen zusammen sollte auf unterschiedlichem Untergrund (Sand, Asche, Laub usw.) und bei unterschiedlicher Witterung (z.B. Nässe) geübt werden. Auch die Vollbremsung muss mehrmals geübt werden, selbst wenn das Hinterrad zur Seite wegrutscht.

 

Ausweichen

Das Kind fährt auf eine Person zu und soll auf deren Handzeichen der Person nach links oder rechts ausweichen. Später auf dem Gehweg muss es sein Fahrrad so beherrschen, dass es Fußgängern, Papierkörben, Laternenmasten oder geparkten Autos ausweichen kann.

 

Bei all diesen Übungen laufen die Eltern auf gleicher Höhe mit, um notfalls eingreifen zu können!

 

Fahrpraktische Übungen in der Verkehrswirklichkeit

Sobald das Kind sicher auf dem Rad fahren kann, sollte man das Fahrradfahren bei möglichst vielen Gelegenheiten im Alltag einbauen. Das Kind fährt z. B. mit dem Fahrrad zum Kindergarten und die Eltern begleiten es als Fußgänger oder Radfahrer. Als „Begleitfahrzeug“ bei Spaziergängen oder beim Joggen kann der Nachwuchs unter Aufsicht auch  längere Strecken zurücklegen.

In der Verkehrswirklichkeit lauern viele Gefahren. Eltern sollten deshalb ihre Kinder immer durchs Wohn- bzw. Stadtgebiet begleiten, um ihnen in möglichen gefährlichen oder sensiblen Situationen Hilfestellungen zu geben und die richtige Handlungsweise erklären.

 

Der Fahrradhelm

Radfahrer erleiden bei schweren Unfällen häufig auch Kopfverletzungen. Mit einem Fahrradhelm lässt sich etwa die Hälfte aller Schädelverletzungen vermeiden oder zumindest mildern. Passgenauigkeit, richtiger Sitz, Farbe und Design fördern die Bereitschaft, einen entsprechenden Kopfschutz zu tragen. Ein aufgesetzter Helm darf nicht wackeln, nicht in die Stirn, zur Seite oder in den Nacken rutschen. Bei seiner Wahl sollte unbedingt auf Festigkeit und individuelle Einstellmöglichkeit geachtet werden. Auch wenn das Fahrrad und seine gesamten Anbauteile in einem einwandfreien und verkehrssicheren Zustand sind, sollten Kinder beim Radfahren immer einen Helm tragen, auch bei kurzen Strecken! Eltern sollten hierbei als Vorbild für ihren Nachwuchs wirken und mit gutem Beispiel voran gehen. Generell gilt, dass sie sich mit Ihren Kindern als Verkehrsteilnehmer beschäftigen und ihm bei der Auseinandersetzung mit dem Straßenverkehr behilflich sein sollten.

 

Kinder sollten, wenn sie sich auf einem Spielplatz bewegen, immer den Helm abnehmen. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass das Kind in einem der Spielgeräte, z. B. einer Schaukel oder einem Klettergerüst, mit dem Helm hängen bleibt, was zu schweren Verletzungen führen kann.

 

Besondere Regeln

Es gibt besondere Regeln, die für Rad fahrende Kinder im Straßenverkehr gelten. So sieht die Straßenverkehrsordnung vor:

„Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Auf Fußgänger ist besondere Rücksicht zu nehmen. Beim Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder absteigen“.

Hier hat der Gesetzgeber eine Übergangslösung geschaffen, die es Eltern ermöglicht, den Entwicklungsstand ihres Kindes zu berücksichtigen. Bei der Gehwegnutzung sollte die Rücksichtnahme auf Fußgänger selbstverständlich sein. Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen auf dem Gehweg fahren, selbst wenn ein Radweg vorhanden ist!

 

Fazit

- Das erlernte Verhalten muss auch angewandt und auf unbekannte Orte sowie veränderte Situationen übertragen werden können.

- Kinder lernen durch Nachmachen; sie machen alles, also auch das falsche Verhalten, im Straßenverkehr nach. Deshalb sollten Eltern einen positiven und sicheren Umgang mit dem Fahrrad vorleben.

- Besonders das Miteinander im Straßenverkehr wird gefördert, wenn die Kinder gemeinsam mit anderen auf dem Trainingsgelände üben.

- Bei all den Übungen im Schonraum oder in der Verkehrswirklichkeit dauert es oft noch Jahre, bis das Kind ohne Schutz und Beaufsichtigung der Eltern Rad fahren kann.

- Und letztlich ist es wichtig, nach dem Üben zu loben, denn Kinder lernen durch Loben und hören Lob für ihr Leben gern!


[1] Kindergarten

[2] Statistische Bundesamt Deutschland

 
Horst Wolf
horst.wolf@wolf-horst.de